Coronazeit im Spiegel von Dornröschen

Einleitung

Was wir derzeit weltweit politisch und wirtschaftlich erleben, ist einzigartig in der uns bekannten Geschichte. Mehr als durch alle bisherigen Ereignisse der letzten 75 Jahre fordert es jeden einzelnen Menschen dazu heraus, seine Verantwortung zu übernehmen. Jeder muss also seine Antwort auf die Herausforderungen finden und danach leben. Von diesen Antworten hängt es ab, wie wir in der Zukunft leben werden. Dass wir die Verantwortung zunehmend an die Politik, die Arbeitgeber, die Versicherungen, Kindergärten, Schulen, Altersheime und andere abgegeben haben, und wie wir sie wieder übernehmen können, habe ich ausführlich in meinem Buch „Befreiendes – Visionen für das Jahr 2040“ beschrieben.

Wichtig ist mir, dass dieses beispiellose Geschehen eine Krise von epochaler Bedeutung ist, deren Chancen erkannt und aufgegriffen werden müssen, wenn wir uns, unseren Kindern und Enkeln eine lebenswerte Zukunft wünschen.

Dazu ist es nach meiner Ansicht auch wichtig, die Krise als das zu erkennen, was sie im Kern ist: nämlich die Folge einer seit Jahrhunderten einseitigen Überbetonung des Männlichen gegenüber dem Weiblichen in Gesellschaft, Wirtschaft, Technik, Politik und in vielen Fällen in uns selbst. Sehr gut wird das im Märchen von Dornröschen sichtbar, weil es die Folgen des Ausschlusses und der Unterdrückung eines Pols, in diesem Falle des weiblichen, deutlich zeigt.

Durch die Betrachtung der gesellschaftlichen Parallelen zum Geschehen im Märchen will ich zeigen, dass wir als Kollektiv, als gesamte Menschheit uns an dem Punkt befinden, an dem Dornröschens einhundertjähriger Schlaf zu Ende geht. Damit will ich auch zeigen, vor welchen Aufgaben und Herausforderungen wir aktuell stehen, und was nötig ist, um diese Herausforderungen zum Wohle allen Lebens zu meistern.

 

Das Märchen

Ein kinderloses Königspaar wünscht sich sehnlichst ein Kind, bekommt aber keines. Eines Tages, als die Königin im Bade sitzt, kommt ein Frosch an Land gekrochen und prophezeit ihr die Geburt einer Tochter innerhalb eines Jahres.

Tatsächlich erblickt ein Mädchen das Licht der Welt, was der König voller Freude gebührend feiern möchte. Er lädt Verwandte, Freunde und Bekannte ein. Von den dreizehn weisen Frauen, die im Lande leben, lädt er jedoch nur zwölf ein, da er nur zwölf goldene Teller hat, von denen sie essen sollen.

Das Fest findet statt und jede der weisen Frauen beschenkt das Mädchen mit ihren Wundergaben. Nachdem die elfte ihre Wünsche ausgesprochen hat, platzt die dreizehnte herein und wünscht dem Kind, dass es sich in seinem 15. Lebensjahr an einer Spindel stechen und tot umfallen soll. Die zwölfte mildert dann den Wunsch in einen einhundertjährigen tiefen Schlaf.

Der König lässt daraufhin alle Spindeln im ganzen Land verbrennen. Am Tag des 15. Geburtstages der Prinzessin sind die Eltern außer Haus und das Mädchen begibt sich auf Entdeckungsreise. Es kommt an einen alten Turm, in dem es emporsteigt. Ganz oben angekommen, findet sie eine kleine Kammer, in der eine alte Frau spinnt. Das Mädchen ist so entzückt vom Auf und Ab der Spindel, dass es selbst spinnen möchte. Dabei sticht sie sich in den Finger und fällt auf das Bett, das da steht, und schläft tief.

Der gesamte Hofstaat und alle Tiere des Hofes schlafen mit. Das Feuer geht aus und der Wind legt sich, so dass sich kein Blatt auf den Bäumen mehr regt. Rings um das Schloss aber beginnt eine Dornenhecke zu wachsen, die jedes Jahr höher wird, bis sie höher ist als das Schloss, von dem nicht einmal mehr die Fahne auf dem Dach zu sehen ist.

So dicht ist diese Hecke, dass keiner hindurchkommt und die Königssöhne, die es versuchen, darin hängen bleiben und eines jämmerlichen Todes sterben.

Nach langen Jahren versucht es wieder einmal ein Königssohn. Als er ankommt hat die Hecke lauter große, schöne Blüten und öffnet sich von allein, so dass er unbeschädigt hindurch kommt. Hinter ihm schließt sich die Hecke wieder und er findet Dornröschen im Turm. Er gibt ihr einen Kuss, woraufhin sie die Augen öffnet und erwacht.

 

Gesellschaftliche Entsprechungen

Ich beschränke mich hier auf den Stich und das folgende Geschehen. Die vollständige Betrachtung findest Du hier.

Das hier betrachtete Dornröschen ist die Gesellschaft der BRD. An wenigen markanten Ereignissen zeige ich, wie die immer höher und dichter wachsende Hecke aus Anschuldigungen gegen vermeintliche Feinde aller Art, aus Rechtfertigungen der jeweils herrschenden Politiker und immer enger ausgelegten Rechtsvorschriften schließlich die wichtigsten Fahnen auf dem Dach des Schlosses BRD, die der Demokratie, der Meinungsfreiheit und der Rechtsstaatlichkeit, überwuchert.

Studentenunruhen der 1960-er Jahre

Ab Mitte der 1960-er Jahre versetzen die damaligen Studentenunruhen[1] der noch nicht zwanzigjährigen BRD ihre ersten heftigen Stiche. Erstmals seit dem Bestehen der BRD fordern junge Menschen in großer Zahl mehr demokratische Freiheiten und Mitbestimmung im Hochschulbereich, protestieren gegen die Notstandsgesetze[2] und den Vietnamkrieg sowie gegen kapitalistische Ausbeutung und unbegrenztes Wirtschaftswachstum. Es ist also ganz offensichtlich etwas aus dem Gleichgewicht geraten, die protestierende Jugend fühlt sich nicht beachtet und ernst genommen, bevormundet und eingeengt von alten Strukturen, die auf überholten Werten basieren.

Und wie reagiert das Gemeinwesen, also die unbeteiligten Bürger, die Politiker, die Medien und die Entscheidungsträger in Wirtschaft und Verwaltung? Bei genauer Betrachtung genauso wie das Individuum in der oben geschilderten Beziehungskrise. Der Souverän spürt zwar den Stich, der ihm zeigt, dass etwas nicht stimmt, dass es nicht mit sich selbst im Reinen ist, dass es seine Identität nicht wirklich kennt, aber es schaut nicht hin. Der Traum von der demokratischen Freiheit darf nicht gestört werden. Deshalb wird der Protest verurteilt und das eigene Verhalten mit allerlei Gründen gerechtfertigt. Am Ende werden in Form einiger struktureller Veränderungen wenige der Forderungen der unzufriedenen Jugend erfüllt, aber grundsätzlich ändert sich nichts, und der Schlaf kann ruhig fortgesetzt werden.

RAF-Terror

Folglich werden die Herausforderungen für den Souverän und den Staat größer. Den nächsten Stich versetzen ihm die Aktivisten der RAF[3]. Nach zwei Kaufhausbränden 1968 und Banküberfällen 1970 folgt im Mai 1972 der erste Bombenanschlag mit Toten. Ihren vorläufigen Höhepunkt findet die Anschlagsserie nach Morden an S. Buback, J. Ponto und H. M. Schleier im Herbst 1977 mit dem Freitod der RAF-Mitglieder Baader, Ensslin und Raspe im Gefängnis.

Und wie reagieren Öffentlichkeit und Politik diesmal? Der Stich der offensichtlichen Gewalt reißt die Masse aus ihrem Traum, aber kaum jemand denkt daran (eine Ausnahme ist Heinrich Böll[4]), auf die gesellschaftlichen Verwerfungen und die daraus folgenden Ungleichgewichte zu sehen, gegen die Baader und Meinhof meinen, nur mit Terror vorgehen zu können. Insbesondere die Presse verurteilt nur den Terror und findet sonst keine Fehler oder Mängel im System. Die Staatsorgane gehen rein pragmatisch mit dem Terror um, arbeiten mit den neuen Methoden der Rasterfahndung und beschließen die Kontaktsperregesetze[5]. So kann jeder in Ruhe weiterträumen und die Hecke wächst langsam aber sicher.

Einheit Deutschlands und die Folgen

Ein Ereignis, mit dem kaum jemand einen Stich ins Fleisch des Souveräns verbinden wird, ist der Fall der Berliner Mauer, die anschließende Öffnung der innerdeutschen Grenze und der dann folgende Einigungsvertrag[6]. Die Freude über die Einigung ist allgemein übergroß und lässt den gleichzeitig versetzten Stich kaum wahrnehmen, der darin besteht, dass die neuen Bundesländer einfach in die BRD eingegliedert werden und die Chance zur Erfüllung des Artikels 146 des Grundgesetzes[7], eine Verfassung in freier Entscheidung zu beschließen, nicht ergriffen wird. Bis heute ist dieser Stich nicht verheilt, sondern klafft offener als vor dreißig Jahren. Aber wer will denn aus so einem schönen Traum erwachen?

Noch ist das Dornengestrüpp nicht vollkommen undurchdringlich. So finden immer wieder tapfere Ritter einen Weg hindurch und versuchen, das schlafende Dornröschen mit weiteren Stichen zu wecken. Sie verkünden z.B., dass der „Vertrag über die abschließende Regelung in Bezug auf Deutschland[8]“ nicht die vollständige Souveränität beinhalte und ein Friedensvertrag mit den ehemaligen Kriegsgegnern noch ausstehe.

Der Stich ist schmerzhaft und reißt Dornröschen kurz aus dem Schlaf, doch lässt es sich von den Beteuerungen der medialen Herolde schnell wieder einlullen. Lauthals verkünden diese im Namen der Herrscherin, dass der vom wissenschaftlichen Dienst des Bundestages in drei Punkten bestätigte Fortbestand des Besatzungsrechts[9] eine freiwillige völkerrechtliche Bindung sei. Diese liefere gerade den Beweis der vollständigen Souveränität und mache einen Friedensvertrag überflüssig.

Da darf es nicht verwundern, dass weitere Ritter das Gestrüpp der verschiedenen Gesetze und höchstrichterlichen Urteile zu durchdringen versuchen, deren eines da lautet, dass das Wahlrecht von 1956 verfassungswidrig[10] ist. So aufgeschreckt, wird der Souverän unruhig, zumal das Wahlrecht nicht geändert wird, und immer mehr Menschen stellen die Rechtmäßigkeit aller seit 1956 erlassenen Gesetze und Verordnungen in Frage[11], egal wie tief der Stich die selbsternannten Hüter von Recht und Ordnung im Namen des Grundgesetzes trifft.

„Reichsbürger“ und „Staatsleugner“?

Schnell wächst die Hecke und erhält neue Ruten und Dornen in Form der kaum verständlichen Bereinigungsgesetzte[12] und neuer Verordnungen. Die Unerschrockenen unter den Rittern der Gerechtigkeit und der Freiheit sehen diese als neue Herausforderungen und verkünden, dass diese Gesetze den Besatzungsstatus wieder herstellen[13] und dass alle Behörden in Wirklichkeit private Firmen seien. In immer größerer Zahl entstehen daher selbstverwaltete Gemeinden[14], provisorische oder kommissarische Reichsregierungen und Völkerrechtssubjekte, von denen das bekannteste das Königreich Deutschland[15] ist.

Dornröschen leidet offensichtlich an Geschwüren des gesamten Magendarmtraktes, die zu Übelkeit, Auswürfen und Durchfällen führen. Aber diese Geschwüre sind nur Symptome des Ungleichgewichts im Geist und in der Seele. Verdrängte kollektive Bedürfnisse, Sehnsüchte und Wünsche stehen verdrängten Motiven für das gewaltsame Festhalten an Standpunkten, Meinungen, Glaubenssätzen und Prinzipien gegenüber und lassen sich nicht vereinen. So weicht der einst schöne Traum vom geeinten Land mit freiheitlich demokratischen Rechten langsam einem Traum, in dem immer mehr Menschen als Rechtsradikale, Reichsbürger, Verschwörungstheoretiker und Staatsleugner zu Feinden der freiheitlich demokratischen Grundordnung erklärt werden, die kein Recht auf Achtung und Gehör haben. Die Hecke wächst höher und auf dem einst grünen Rasen wachsen zunehmend stachelige Disteln und Brennnesseln, welche die Diskriminierung und Anschuldigung bei jedem falschen Schritt schmerzhaft spürbar machen.

Zunehmender Terror

Die so erfahrene andauernde Missachtung und Verurteilung führt jedoch wie die ständige Einnahme eines Schmerzmittels nur zur Verstärkung der Symptome. Schließlich will alles Verdrängte irgendwie ans Licht. Dementsprechend grauenhafter gestaltet sich der Traum. Mord- und Terroranschläge auf wehrlose und friedliche Menschen stören den bereits unruhigen Schlaf des Souveräns. Als Täter werden regelmäßig  schon vor der Aufklärung mal radikale Islamisten und mal fremdenfeindliche Rechtsradikale ausgemacht, die entweder psychisch gestört sind, sich selbst das Leben nehmen oder auf der Flucht erschossen werden. Der neutrale Beobachter wundert sich über die immer wieder gleichen Muster der Anschläge und fragt sich, ob sie vielleicht von ganz anderen Kräften inszeniert werden.

Die bisher hochgehaltene Fahne der Rechtsstaatlichkeit ist jedenfalls längst nicht mehr sichtbar hinter der inzwischen gewachsenen Hecke. Stattdessen wälzt sich Dornröschen bereits halbwach mit Alpträumen im Bett. Gespenster der Apokalypse tauchen in ihren Träumen auf und drohen mit dem Untergang der Erde durch Klimakatastrophen, Übervölkerung, neue Kriege und weltweite Hungersnöte. Erleichtert stellt sie in kurzen Augenblicken des Wachseins fest, dass es nur Träume waren. Aber noch sind die 100 Jahre nicht vollständig vorüber, so dass sie wieder einschläft.

Coronazeit

Erneut wird sie von einem üblen Alptraum heimgesucht, schlimmer als alle zuvor geträumten. Ein Virus aus China findet seinen Weg über den gesamten Globus und befällt Menschen aller Hautfarben in jedem Land der Erde. Angeblich ist er hoch ansteckend und tödlicher als alle schon bekannten Viren. Schutz bieten allein sehr strenge Maßnahmen weltweit. Sämtliche Grenzen werden geschlossen. Die Menschen dürfen nicht mehr aus den Häusern. Für die notwendigen Einkäufe wird ihnen das Tragen von Atemschutzmasken vorgeschrieben. Nach und nach kommt die Weltwirtschaft immer mehr zum Erliegen. Die Nachrichtensprecher berichten allabendlich mit sorgenvoller Miene über die sich schnell ausbreitende Pandemie und täglich mehr Todesfälle. Die Angst geht um und lähmt letztlich das gesamte öffentliche Leben, das nur noch von diesem einen Thema beherrscht wird.

Erneut machen sich tapfere Helden auf den Weg, das schlafende Dornröschen zu wecken. Aber welcher Schreck, die Hecke ist so hoch gewachsen, dass nun auch das Fähnchen der Meinungsfreiheit nicht mehr zu sehen ist. So fest sind die Ranken der Leitmedien miteinander verwachsen, dass es kein Durchkommen gibt. Wer dennoch einen geheimen Weg über die Hecke oder unter ihr hindurch findet, bleibt schließlich an den spitzen und scharfen Blättern der inzwischen überall wuchernden Kakteen und üppig wachsenden Disteln aus Faktenchecks hängen, die selbst in den kostenlosen wöchentlichen Werbeblättern zu finden sind.

Dank der im Land gut ausgebauten elektronischen Medien gelingt es den unbeugsamen Rittern der Wahrhaftigkeit[16] doch, zunehmend Gehör zu finden. So schlägt Dornröschen jetzt öfter die Augen kurz auf und erkennt immer deutlicher, dass alles nur ein übler Traum ist. Aber mit jedem erneuten Schließen der Augen, wird der Traum noch schlimmer. In den Nachrichten weltweit wird die Notwendigkeit von Impfungen immer häufiger betont. Einer der reichsten Männer[17] will die gesamte Menschheit impfen lassen, um wieder ein normales Leben zu ermöglichen. Dornröschen wird Angst und Bange. Der Schweiß bricht aus in dem Moment, in dem ein Entwurf für die Änderung des IfSG[18] vorgelegt wird, der einen Immunitätsnachweis vorsieht.

Es wehrt sich gegen den Traum und will die Augen öffnen. Aber einige Tage oder Wochen muss es noch ausharren bis zum Ablauf des hundertsten Jahres. Noch sind Geist und Seele nicht vollständig geklärt, um heil und ganz die Charaktereigenschaften zu entwickeln,  die in Zukunft Machtmissbrauch und Herrschaft von Menschen über Menschen verhindern.

Derweil stehen die Ritter schon vor der Hecke, die nun auch die Fahne der Demokratie völlig überwuchert hat. Sie wissen, dass sie sich in Kürze öffnen wird. Inzwischen erfreuen sie sich an den bereits sichtbaren Blüten der Freiheit: einer echten Demokratie, einer pharmaziefreien Medizin, einer Wissenschaft und Bildung frei von wirtschaftlichen und politischen Interessen, einer gesunden Landwirtschaft auf Basis der Permakultur, einer neuen Geld- und Wirtschaftsordnung ohne Zins und Zinseszins, einer dezentralen Energieversorgung auf Basis der frei verfügbaren Ätherenergie, einer von Liebe und gegenseitiger Achtung getragenen Kommunikation, einer dezentralen Trinkwasserversorgung mit Hilfe hocheffizienter Filter und Klärsysteme, abgasfreier Transportsysteme dank Wasserstofftechnik und Nutzung des Magnetismus, eines Rechtssystems auf Basis des Naturrechts.

 

Schlussbetrachtung[19]

Ich meine, es sollte deutlich geworden sein, dass es von uns abhängt, wie es nach der sog. Coronakrise weitergeht. Wir können den Alptraum wahr werden lassen und uns dann nach dem Erwachen in einer Weltdiktatur finden oder wir öffnen uns endlich dem Leben und der Liebe, um dann vollkommen wach die bereits sichtbaren Blüten zur vollen Entfaltung zu bringen.

Aus der Biologie wissen wir, dass ein Organismus nur gesund ist, wenn jede seiner Zellen und jedes Organ gesund ist. Das hier betrachtete Dornröschen ist der soziale Organismus der gesamten Menschheit, der wiederum Staaten und Völker als Organe enthält. Damit also der Menschheitsorganismus gesunden kann, müssen die Völker und Staaten genauso gesunden, wie jeder einzelne Mensch.

Es liegt also letztlich an jedem Einzelnen von uns, sich seinem eigenen Wesen, seiner Seele, seinem Herzen, seinen Glaubenssätzen und Überzeugungen, seinen Vorurteilen und Werten zuzuwenden, um alles zu sehen, was bisher verdrängt wurde, nicht gelebt wurde oder viel zu große Bedeutung bekam.

Dank des weitgehenden Stillstandes der Wirtschaft haben wir die Chance, unsere tatsächlichen Bedürfnisse, unsere tiefsten Seelen- und Herzenswünsche zu erkennen, die nichts mit den Wunschgedanken gemein haben, die aus dem ständigen Vergleich mit anderen in uns auftauchen. Dann werden wir auch erkennen, wie wir wirklich leben wollen, wie wir unsere Beziehungen gestalten wollen, unsere Umwelt, Wirtschaft und Politik, wie unsere Kinder leben und lernen sollen, wie wir mit unseren Alten umgehen wollen. Wir werden, jeder Einzelne für sich, erkennen, dass unser Gesundheitssystem, unsere Technik, unsere Landwirtschaft, unsere Häuser und Wohnungen nicht dem Lebendigen dienen, weil sie kalt, funktional, lieblos gestaltet sind und nur monetären Profit bringen sollen.

Mit den so gewonnenen neuen Einsichten können wir schließlich daran gehen, die Welt neu zu gestalten. Wir finden gemeinsam Strukturen, die Machtmissbrauch und Herrschaft von Menschen über Menschen ausschließen. Wir schaffen erstmals in der uns bekannten Geschichte der Menschheit echte Demokratie, Freiheit und Frieden für alle Menschen. Wir etablieren eine Geld- und Wirtschaftsordnung, die Wohlstand für alle ermöglicht und der Befriedigung der Bedürfnisse der Menschen und allen Lebens dient.

Wir forschen frei von egoistischen Wünschen und Zielen mit kindlicher Neugierde und lassen Herz und Seele daran teilhaben. Dadurch bezieht die Wissenschaft auch die nichtsichtbaren Phänomene der Natur und des Lebens mit ein. Statt an unbewiesene Viren und andere angebliche Krankheitskeime zu glauben, verstehen wir mit all unseren Sinnen, was Gesundheit ist und wie sie beeinträchtigt wird. Statt uns der Liebe eines anderen Menschen durch verbale Beteuerungen und angebliche Liebesbeweise zu versichern oder umgekehrt solche Beteuerungen und Beweise selbst liefern zu wollen, spüren wir im Herzen, dass wir geliebt werden. Wir spüren, dass Liebe nicht auf einen oder wenige Menschen bezogen ist, sondern eine die ganze Menschheit und alles Sein durchdringende und verbindende Kraft oder Energie ist.

Wir erkennen, was unsere von Geburt an vorgegebene Aufgabe und Bestimmung ist, und erfüllen diese durch Nutzung aller uns mitgegebenen Talente und Gaben mit Freude. Dadurch sind wir wirklich frei, dass wir unsere Aufgabe an dem uns bestimmten Platz zu der uns gegebenen Zeit mit den uns verfügbaren Mitteln zum Wohl allen Lebens annehmen

Weiterführende Literatur:

Erich Fromm:             Haben oder Sein

Erich Fromm:             Die Anatomie der menschlichen Destruktivität

Jiddu Krishnamurti:    Einbruch in die Freiheit, als Einführung bit.ly/JK_EidF_Zitate

Sigwart Zeidler:          Befreiendes – Visionen für das Jahr 2040

 

Quellen

[1]    bit.ly/StudUnr68, bit.ly/StudU68, bit.ly/StudUn68, bit.ly/StudU_68

[2]    bit.ly/NotSG_1, bit.ly/NotSG_2

[3]    https://bit.ly/RAF_00, https://bit.ly/RAF_01, https://bit.ly/RAF_02,

[4]    https://bit.ly/HBöll_T1, https://bit.ly/HBöll_T2

[5]    https://bit.ly/KotSpG, https://bit.ly/KoSpG_T

[6]    https://bit.ly/EinV_1, https://bit.ly/EinV_2

[7]    https://bit.ly/GG_146

[8]    bit.ly/2u4_Vertr, bit.ly/2u4_PDF, bit.ly/2u4_BGBl,

[9]    https://bit.ly/2u4_VoFV, https://bit.ly/2u4_WD_1, https://bit.ly/2u4_PDF_2

[10]   https://bit.ly/BVG_WahlR, https://bit.ly/BVG_Wahlen

[11]   https://bit.ly/WahlR_Folge

[12]   bit.ly/BerGes, bit.ly/BerGes1, bit.ly/BGes_BGBl_1, bit.ly/BGes_Buz1,  bit.ly/BGes_Buz2,

[13]   https://bit.ly/agmiw_1

[14]   bit.ly/GemNhs, bit.ly/GemNhs_SV

[15]   http://koenigreichdeutschland.org/de/

[16]   z.B. Dr. Wolfgang Wodarg, Prof. Dr. Bhakdi, Dr. Claus Köhnlein, Dr. Stephan Lanka,
Dr. Rüdiger Dahlke, Prof. Dr. Klaus Püschel, Dr. med. Bodo Schiffmann

[17]   https://bit.ly/Gates_IW

[18]   Infektionsschutzgesetz, https://bit.ly/GiI_IfSG, https://bit.ly/Spahn_IfSG, https://bit.ly/Spahn_ImAus

[19]   Zur Vertiefung dieser Schlussbetrachtungen empfehle ich:

https://bit.ly/TD_200506 sowie alle dort angegebenen Quellen, https://bit.ly/TD_200506_PC