Liebe Leserin, lieber Leser,

jeder Mensch will etwas. Das erleben wir an uns selbst und in jeder Beziehung zu anderen Menschen. Er will geliebt werden, in Frieden leben, Wohlstand, Glück, Anerkennung, Erfolg oder auch rein materielle Dinge, wie ein Haus oder ein Auto. Und jeder Mensch glaubt zu wissen, was er will. Aber weiß er es tatsächlich? Ist er sich seines von Geburt an innewohnenden Lebens- und Entfaltungswillens bewusst? Oder kann es sein, dass dieser das Leben vorantreibende Wille zur Entfaltung soweit zugeschüttet ist, dass er zwar dumpf gefühlt wird, aber seine Wirk-richtung doch unerkannt bleibt?

Mein Eindruck ist, dass der Wille meistens völlig falsch verstanden wird als das Ergebnis einer Wahl zwischen mindestens zwei Möglichkeiten. Wenn wir aber verstehen, was er in der Tiefe ist, woher er kommt und wie wir uns darauf ausrichten können, dann hat auch er eine besondere Bedeutung für den Bewusstseinswandel. Deshalb will ich also heute meine Gedanken zu diesem wichtigen Thema ausdrücken und Anregungen geben, wie Du Deinen Willen für Dich und den Bewusstseinswandel nutzbar machen kannst.

Zusammenfassung

Schon der Säugling, ja, jedes Lebewesen drückt seinen Willen zu leben und sein Leben zu entfalten in irgendeiner Weise aus. Der Wille ist also direkt mit dem Leben verbunden. Wille ohne Leben gibt es nicht, und Leben ohne Wille ist nicht möglich.

Über den dem Leben innewohnenden Willen, sich selbst vielfach zu entfalten, gibt es beim Menschen zusätzlich den Willen, etwas zu besitzen und gesellschaftlich anerkannt zu sein. Dieser hat seinen Ursprung im Denken und Vergleichen. Bei genauer Betrachtung weist er auf das Fehlen des Kontaktes zum ursprünglichen Lebenswillen hin. Deshalb ist die Frage berechtigt: „Weißt Du, was Du wirklich willst?“

Zweifel daran, zu wissen was ich will, sind die Voraussetzung dafür, mich zu fragen, warum ich etwas will und ob ich das, was ich vermeintlich will, wirklich will.

Den wirk-lich(t)-en oder wirk-l-ich-en Willen, nämlich den lebendigen Willen, der die Entfaltung des Lebens hin zum Licht und zum individuellen Ich be-wirkt, zu entdecken, führt uns in die Freiheit und unsere Bestimmung. Somit ist der Wille der innere Antrieb in meine Selbstbestimmung, also die Bestimmung meines Selbst. Und aus dieser Bestimmung heraus kann ich meinen Anteil zum Wandel des Bewusstseins und der Gesellschaft beitragen.

Was ist der Wille?

Was ist der Wille? Darüber gibt es mindestens ebenso viele Abhandlungen, wie es Philosophen, Psychologen, Dichter und Denker auf der Welt gegeben hat und noch gibt. Denn nahezu jeder dieser Menschen hat sich auch über den Willen geäußert. Eines der wohl bekanntesten Werke zu diesem Thema ist „Die Welt als Wille und Vorstellung“ von Arthur Schopenhauer. Aber wer ist schon Willens, über 800 Seiten Kleingedrucktes zu einem Thema zu lesen, von dem er glaubt, zu wissen, worum es geht?

Die zweifache Natur des Willens

Wer einem Säugling Aufmerksamkeit schenkt, wird sehr schnell erkennen, dass dieses kleine Wesen bereits seinen Willen ausdrückt. Es will gestillt, gewickelt und geliebt werden und schlafen. Dass es das will, wird durch lautes Schreien unmissverständlich kundgetan, wenn eines dieser Bedürfnisse nicht befriedigt wird.

Der Wille ist also etwas uns bereits bei der Niederkunft auf diese Erde Mitgegebenes, etwas Angeborenes. Es ist einfach der Wille zu Leben.

Der Wille als Ausdruck jedes Lebens

Dieser Wille ist nicht nur dem Menschen gegeben, sondern allem Leben. Jedes Jungtier lässt dies deutlich erkennen. Das Küken sperrt den Schnabel weit auf und piepst laut, um Futter zu erhalten, das Lamm eilt zu seiner Mutter, wenn es Hunger hat, um zu trinken. Wenn es die Mutter nicht finden oder erreichen kann, mäht es laut, um sich und sein Bedürfnis bemerkbar zu machen. Ohne diesen Willen könnte sich das Leben nicht entwickeln, weil es sofort im Keim ersticken oder verhungern würde. Es gäbe dann kein Leben.

Dass Leben sich zum Licht (des Bewusstseins) entwickeln will, sehen wir am besten bei Pflanzen. Diese wachsen immer zum Licht hin. Nehmen wir der Pflanze das Licht vollständig weg, indem wir z. B. einen Eimer darüber stülpen, wird sie versuchen, doch noch zum Licht zu kommen, indem sie ihr Wachstum beschleunigt. Versuche es einmal und hebe den Eimer nach zwei bis drei Tagen wieder an. Der lange, oft in verschiedene Richtungen gewundene Stängel zeigt Dir, dass er das Licht suchte. Auch bei Bäumen ist der Drang zum Licht besonders eindrucksvoll zu sehen, wenn sie aus dem Schatten eines schon vorhandenen Baumes fliehen.

Der Wille ist die Voraussetzung für das Leben und deshalb untrennbar mit diesem verbunden. Wir können auch sagen, das Leben ist Wille. Es ist der Wille zu sein und sich zu unendlichen Möglichkeiten der Formen, Wesen und Charaktere der materiellen und der geistigen Welten zu entfalten.

Der Wille des Gedankens

Neben diesem allem Leben innewohnenden Willen gibt es eine zweite Quelle des Willens. Es ist der Gedanke. Spätestens ab dem Zeitpunkt, ab dem ein Kind von sich als Ich spricht, kommt es zur Identifikation dieses Kindes mit seinem Körper, seinen Handlungen, seiner Umgebung und den ihm zugesprochenen materiellen Gegenständen. Schon mit dem Beginn des Laufens will es etwas haben, auf das sich seine momentane Aufmerksamkeit richtet.

Dieses haben Wollen ist zunächst noch nicht Folge einer Identifikation, sondern erst einmal Ausdruck des Entfaltungswillens des Lebens. Um sich entfalten zu können, muss es seine Umgebung mit allen Sinnen wahrnehmen. Nur so kann es einerseits seine Fähigkeiten und Potentiale sowie andererseits seine von außen gesetzten Grenzen erkennen. Erst wenn es weiß, wozu es fähig ist und in welche Richtung es sich bewegen kann, kann es sich in die seinen Fähigkeit und Möglichkeiten entsprechende Richtung entfalten. Bei Pflanzen wird das dadurch ganz besonders deutlich, dass sie sich immer zum Licht hin entfalten. Besonders deutlich ist das bei Zimmerpflanzen zu sehen, die immer zum Fenster hin wachsen.

Solange Kinder noch aus reiner Neugier ihre Entfaltungsmöglichkeiten erleben, können sie die begriffenen Gegenstände auch leicht wieder los lassen. In dem Moment, in dem aber ein Spielzeug als etwas Eigenes erfasst wird, will es das Kind oft nicht mehr weggeben. Seinen Willen, etwas behalten zu wollen drückt es z.B. durch Schreien oder Toben aus.

Was wollen wir?

Kein Lebewesen kann ohne die Liebe seiner Eltern gut gedeihen und sehnt sich deshalb danach. Tiereltern wenden sich instinktiv ihren Kindern liebevoll und der jeweiligen Situation angemessen zu. Auch die menschlichen Eltern wenden sich üblicherweise liebevoll zu, denken aber meistens über die richtige Erziehung und das angemessene Verhalten nach. Sie orientieren sich dabei an Lehrbuchweisheiten, an wohlmeinenden Empfehlungen anderer Menschen und an den Erfahrungen aus der eigenen Kindheit.

Jeder Ausdruck eines Kindes ist im Moment seiner Entstehung richtig, denn er stammt aus einem unmittelbaren Wachstumsimpuls. Wegen ihrer eigenen Erfahrungen fällt es den Menscheneltern aber schwer, jeden Ausdruck ihrer Kinder als richtig zu betrachten.

Stattdessen kommt es aus gutgemeinten Gründen immer wieder zu Tadeln und Lob gegenüber dem kindlichen Verhalten. Das Kind lernt, sich so zu verhalten, dass es die Zuwendung der Eltern und das ermutigende Lob möglichst oft erfährt. Dabei muss es zwangsläufig seine inneren Antriebe, für deren Ausdruck es getadelt oder auch nur mitleidsvoll belächelt wurde, unterdrücken. Alle Handlungen und Verhaltensweisen, die auf Grund der elterlichen Reaktionen als falsch oder schlecht erlebt wurden, führen zur Unsicherheit darüber, was nun richtig oder falsch ist.

Erziehungsbedingt wenden wir uns also zunehmend von unserem Innenleben ab, das uns einst sicherer und zuverlässiger Kompass für unser Verhalten war, weil wir gelernt haben, ihm nicht mehr zu trauen. Immer mehr wenden wir uns  äußeren Maßstäben in Form von Normen, Moral und Ethik, gesellschaftlicher Anerkennung in jeglicher Form sowie davon abhängigen Erfolgen zu.

Dabei spüren wir oft Unsicherheiten in dem, was wir wollen. Mal ist der elementare Wille zur Entfaltung des inneren Reichtums größer, aber wir erleben Ablehnung von außen. Dann ist wieder der Wille nach Anerkennung und gesellschaftlichem Erfolg größer, aber wir fühlen uns abgeschnitten von unserem Wesen.

Irgendwann verlieren wir deshalb in den meisten Fällen im Laufe unserer Entwicklung zum erwachsenen Menschen durch die gesellschaftlichen Einflüsse vollständig den Kontakt zu unserem ursprünglichen Entfaltungsantrieb, dem in uns schlummernden Willen zur Entfaltung der in uns angelegten Möglichkeiten.

Unzufriedenheit als Ausdruck fehlenden Willens

Jetzt endlich meinen wir zu wissen, was wir wollen. Wir wollen das, was alle wollen, weil wir darin die Bestätigung dafür sehen, dass wir das Richtige wollen. So arbeiten wir dann für das Auto, das Haus, die Beförderung, die neueste Mode und möglichst luxuriöse Urlaube. Da auch die Kinder möglichst früh lernen sollen, was sie wollen sollen, arbeiten wir auch noch für deren Freizeitgestaltungsprogramme in Form von Sport-, Musik-, Reit-, Ballett- und Kunstunterricht.

Trotz aller äußeren Erfolge und eines guten Gehaltes, trotz des neuesten Autos und eines stattlichen Hauses fühlen wir eine nicht definierbare Unzufriedenheit in uns. Diese nimmt trotz Stellenwechsel, trotz Umzug in ein noch schöneres Haus und trotz noch komfortablerer Urlaube weiter zu und endet vielleicht sogar in einem körperlichen Zusammenbruch, den wir dann als Burnout bezeichnen. Tatsächlich fühlen wir uns auch innerlich ausgebrannt und wissen nicht, weshalb.

Vielleicht versuchen wir zu erkennen, was uns den Frieden raubt, innerlich unruhig sein lässt und trotz aller äußeren Erfolge nicht wirklich glücklich sein lässt. Und in ruhigen Augenblicken nehmen wir dann hin und wieder eine Regung wahr, die uns erkennen lässt, dass wir etwas anderes wollen, als das, was wir bisher getan haben. Aber unser Verstand sagt, dass das aus vielen Gründen nicht möglich ist.

Wenn wir dann trotzdem die Frage stellen, was wir denn wollen, finden wir kaum eine Antwort, weil wir ja schon das für uns mögliche Optimum aus allen äußeren Möglichkeiten gewählt haben.

Den Willen erkennen

Um erkennen zu können, was wir wirklich wollen, müssen wir in jedem Falle zu uns selbst kommen. Wir müssen erkennen, dass wir uns von Äußerlichkeiten haben leiten lassen, dass aber unser Kompass in uns selbst liegt.

Um ihn wieder frei zu legen und erkennen zu können, welche Pläne das Leben selbst für uns vorgesehen hat, müssen wir alle in der Tiefe unseres Unbewussten verankerten Glaubenssätze finden und uns von ihnen lösen. Gleichzeitig brauchen wir möglicherweise neue Glaubenssätze, die uns darin stärken, dem eigenen Wesen, der inneren Stimme oder der Berufung zu trauen und zu folgen.

Falls Du, liebe Leserin und lieber Leser, Dich jetzt selbst betroffen fühlst und den Wunsch verspürst, Deinen verschütteten Willen zur Entwicklung Deiner Individualität zu finden, will ich Dir einige Tipps geben, die Dir dabei helfen können.

Was kannst Du tun?

Ich will hier nur stichpunktartig einige Möglichkeiten anführen, die ich selbst angewendet und als sehr hilfreich empfunden habe.

  1. Fühle Dich so tief Du kannst in die Frage ein „Was würde ich tun, wenn ich mir um Geld keine Gedanken oder Sorgen machen müsste, weil ich immer genug davon habe?“
  2. Frage Dich, warum Du Deine bisherigen Ziele verfolgt hast und welche inneren Bedürfnisse Du damit erfüllen wolltest. Frage Dich auch, welches Bedürfnis vielleicht hinter dem vordergründigen Bedürfnis lag oder liegt, das gestillt werden sollte.
  3. Versuche, Dich in Deine Kindheitserinnerungen zurückzuversetzen und frage Dich „Was habe ich als Kind gern getan und unbedingt tun wollen? Was hat mich mit Freude erfüllt? Was für Motive habe ich dabei gefühlt?“
    Du hast vielleicht besonders gern Gespenstergeschichten gelesen, oder Abenteuerromane, oder Tiergeschichten oder Detektivgeschichten. Frage Dich, was Dich warum so daran fasziniert hat und in seinen Bann gezogen hat.
  4. Finde alle Situationen Deines Lebens, in denen Du tiefe Freude empfunden hast, die nicht von äußeren Ereignissen abhing, sondern aus Dir selbst aufstieg, einfach, weil die Situation so war, wie sie war.
  5. Sehr hilfreich sind Audiodateien mit Affirmationen, die mit sogenannten binauralen Beats arbeiten. Die binauralen Beats öffnen das Unbewusste und machen Dich besonders empfänglich für die Affirmationen.
    Wie binaurale Beats wirken und warum sie so gut helfen, findest Du zum Beispiel bei DM-Harmonics in drei kostenlosen Webinaren sehr gut erklärt.
  6. Ebenfalls bei DM-Harmonics gibt es einen sehr guten Onlinekurs speziell dafür, den eigenen Willen zu finden und zu festigen. Ich selbst habe sehr viel daraus für mein eigenes Leben mitgenommen und kann ihn nur empfehlen. Er dauert insgesamt 18 Stunden, die auf neun aufeinanderfolgende Tage aufgeteilt sind. Der nächste Kurs beginnt am 21. Mai und kostet nur 49 Euro. Andreas Bernknecht führt ihn jetzt letztmalig zu diesem niedrigen Preis durch.
    Wenn Du also ernsthaft daran interessiert bist, solltest Du diese Investition nicht scheuen.

Schlussbemerkung

Es scheint also offensichtlich, dass wir durch Kultur und Erziehung so geprägt sind, dass wir zwar vieles wollen, was letztlich unserem Leben dienen soll, aber doch nicht wissen, was wir in der Tiefe wollen. Wer kann schon guten Gewissens behaupten, seine Berufung, seine Lebensaufgabe oder seinen Lebensplan zu kennen? Oftmals kennen wir nicht einmal all unsere Gaben und Talente und können diese deshalb nicht zur Entfaltung und zum Ausdruck bringen.

Aber wir können unseren inneren Antrieb, den in uns schlummernden Willen, zur spezifischen Entfaltung unserer Individualität finden. Hierzu müssen wir alle von außen über unseren Willen gestülpten Scheinwerte, Fremdbestimmungen und gesellschaftlich genormten Ziele abstreifen und uns frei von diesen machen. Und dazu gibt es Fragen, Hilfen und Werkzeuge, die ich bereits vorgestellt habe.

Habe Mut, nimm die Herausforderungen des Wandels an und nutze die derzeit noch extrem günstige Möglichkeit zur Teilnahme am Willenskraft-Booster-Kurs von und mit Andreas Bernknecht. Führe die Veränderung aktiv mit herbei, indem Du erkennst, was Du wirklich willst, anstatt von der Veränderung wie von einem reißenden Fluss ergriffen und irgendwo ans Ufer geschwemmt zu werden. Das Leben will Dich so oder so auf jeden Fall zu Deiner Bestimmung führen. Wenn Du diese Bestimmung rechtzeitig erkennst, kannst Du dich bewusst vom Lebensstrom führen lassen. Bist Du aber im Zweifel und ohne Kenntnis Deiner Bestimmung, kann es sein, dass du von einem Strudel des Lebensstromes erfasst wirst, in dem Du für einige Zeit vollkommen die Orientierung verlierst.

Statt zum Spielball des Lebens und der gesellschaftlichen Ereignisse zu werden, hast Du die Möglichkeit, die gesellschaftlichen Ereignisse mit zu gestalten, wenn Du weißt, was Dein Platz und Deine Aufgabe im Leben ist.